Liebe bis Zuletzt – „Letzte-Hilfe“ Projekttag des Ethikkurses der Brüder-Grimm-Schule Baunatal im Jahrgang 4

Das Thema „Sterben“ ist eins der vielen, die man eher nicht ansprechen mag. Am wenigsten im Grundschullalltag. Jedoch für die Schülerinnen und Schüler des Ethikkurses von Frau Seidl tauchte es fortwährend seit drei Jahren auf.
Um die sensible Thematik ausreichend und qualifiziert zu vertiefen fand am Freitag, den 23.10.26 ein besonderer Projekttag mit dem Titel: „Letzte-Hilfe“ statt. Frau Schettkat, die Koordinatorin im TABITA-Hospizdienst im Chattengau zusammen mit Frau Hamenstädt, der Koordinatorin im Hospizdienst Melsunger Land und Frau Seitz, der ehrenamtlichen Hospizbegleiterin des TABITA-Hospizdienstes standen den Kindern zur Verfügung, um ihre Fragen zu beantworten und praktische Hilfestellungen anzubieten.
Liebevoll wurden die Basiskenntnisse und Leitlinien des Umgangs mit sterbenden und schwersterkrankten Menschen kindgerecht nahegebracht. Bei der Sterbebegleitung steht menschliche Nähe, Zuwendung und Empathie im Vordergrund. Dies lernten die Kinder anhand einer Dachs-Filmgeschichte, vieler Spiele und anderer Aktivitäten zu verinnerlichen.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Schmerzlinderung. Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer erfuhren durch praktische Übungen, dass eine sanfte Berührung, eine Handmassage mit ätherischem Öl, die Mundpflege oder auch ein Saft-Eis schmerzstillend und wohltuend wirken können. Sie durften auch nach Wunsch etwas von der Astronautenkost probieren und sich untereinander darüber austauschen.
Als Nächstes wurde das Abschied-Nehmen und seine Formen in unterschiedlichen Kulturkreisen erwähnt. Nach einem regen Austausch darüber gab es die Möglichkeit, ein Abschiedsritual zu gestalten. Dafür durfte jedes Kind einen Stein frei bemalen, der symbolisch an einen Menschen (oder Tier) erinnern und gute Wünsche übermitteln soll.
Zum Ende des eindrucksvollen Projekttages durften die Kinder stolz ihre Letzthelferinnen und Letzthelfer Urkunden entgegennehmen.
Dank der Referentinnen erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie wichtig der praktische Zugang zu so einem subtilen Thema ist und zeigten sich achtsam, aufgeschlossen und dankbar.




